Lexikon

Esther Bejarano

Zeitzeugin - Überlebende des KZ Auschwitz

Esther Bejarano, geb. Loewy, geb. am 15.12.1924 in Saarlouis, als Tochter des Oberkantors Rudolf Loewy und Margarethe geb. Heymann.
Esther war ab 1941 im Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde interniert und wurde am 20. April 1943 mit allen anderen Insassen des Arbeitslagers und mehr als 1000 weiteren Menschen nach Auschwitz deportiert.  
Sie überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sogenannten „Mädchenorchester von Auschwitz“.  
Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche fliehen.
Esther Bejarano ist seit Jahrzehnten im Kampf gegen Alt-Nazis und Rechtsradikalismus aktiv in öffentlichen Reden, Stellungnahmen, Schulbesuchen und als Mitglied verschiedener Musikgruppen, derzeit mit der antifaschistischen und antirassistischen Rap-Band Microphone Mafia. Sie lebt in Hamburg.
Esther Bejarano ist eine wahrhaft außergewöhnliche Frau, die , nachdem sie lange Zeit geschwiegen hat, seit mehr als dreißig Jahren gegen das Vergessen angeht. Sie, die Auschwitz überlebt hat, hält Vorträge an Schulen, gibt Konzerte, auf denen sie leidenschaftlich für Toleranz und gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus, Neonazismus und Ausgrenzung eintritt, sie ist Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Deutschlands.
Sie erzählt in ihrem Buch „Erinnerungen“ über ihre Kindheit im Nationalsozialismus, von der Shoah, den Konzentrationslagern Auschwitz und Ravensbrück, von ihrer Zeit als Akkordeonistin im Mädchen-Orchester von Auschwitz, und sie erzählt von der Befreiung, vom Neuanfang in Israel.  
In Israel lernt sie ihren Mann kennen, gründet eine Familie, macht unter schwierigen Bedingungen eine Ausbildung zur Sängerin und arbeitet als Musiklehrerin. Sie schreibt über ihre Rückkehr nach Deutschland und darüber, wie sie sehr langsam ankommt im Land der Täter, wie sie in Hamburg heimisch wird und innige Freundschaften schließt.
Esther Bejaranos unermüdliches Eintreten gegen das Vergessen ist sehr vielfältig, das  Musizieren  mit anderen nimmt dabei aber eine besondere Rolle ein, es ist Zeugnis ihrer tiefen Lebendigkeit, die sie trotz ihrer schrecklichen Erfahrungen nicht verloren hat.
Auch 71 Jahre nach ihrer Befreiung spielt die Musik eine große Rolle im Leben von Esther Bejarano. In den Musikprojekten widmet sie sich dem Kampf gegen Rassismus. Mit der Kölner Hip-Hop Band Microphone Mafia und ihrem Sohn Joram versteht sie es meisterhaft den Triumpf der Mitmenschlichkeit über die Unmenschlichkeit als lebenden Beweis zu führen.  
Drei Generationen, drei Kulturen, drei Religionen stehen gemeinsam auf der Bühne und sie vermischen jiddische Klänge mit Hip-Hop, Rap mit Folklore, sie zeigen wie wunderbar die Verschiedenheit harmonieren kann. Die Auftritte und Esthers Lebensgeschichte sind nicht zu trennen von dem Einsatz für eine antifaschistische, freiheitliche und humane Gesellschaft.

Appell an die Jugend (Von Esther Bejarano und Peter Gingold von 1997)

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Peter Gingold

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Peter Philipp Gingold (geboren am 8. März 1916 in Aschaffenburg; gestorben am 29. Oktober 2006 in Frankfurt am Main) war ein kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

„Zuviel an Not und Tod, an KZ-Qualen, an Verwüstung und Vernichtung,

an millionenfachen Mord hat der Faschismus gebracht, sodass es nichts Wichtigeres

geben kann, als Aufstehen gegen jede Erscheinung von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus.“ 

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Das Moorsoldatenlied, Börgermoorlied oder kurz Moorlied

von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland

Das Moorsoldatenlied, Börgermoorlied oder kurz Moorlied wurde 1933 von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des Nazi-Regimes gefangen gehalten. Mit einfachen Werkzeugen wie dem Spaten mussten diese dort das Moor kultivieren

Texter des Liedes waren der Bergmann Johann Esser und der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff, die Musik stammt von dem kaufmännischen Angestellten Rudi Goguel. Das Lied wurde am 27. August 1933 bei einer Veranstaltung namens Zirkus Konzentrazani von 16 Häftlingen, überwiegend ehemaligen Mitgliedern des Solinger Arbeitergesangvereins, aufgeführt.  Info zu den Moorsoldaten Bild klicken.

Hier geht es zum Lied, gesungen von Hannes Wader

Liste aller Konzentrationslager

des Deutschen Reichs

Die Liste der Konzentrationslager des Deutschen Reichs beinhaltet Konzentrationslager und KZ-Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus.
Ebenso listet sie jene Tötungsanstalten auf, in welche KZ-Häftlinge zur Ermordung deportiert wurden.
Zur Abgrenzung vom streng definierten KZ-System der Nationalsozialisten werden auch die Vernichtungslager der Aktion Reinhard, sowie Jugend-Haftstätten, Durchgangslager und weitere NS-Lager angeführt.

Übersicht  und Info, ein Klick auf das Foto.

 

Ernst Thälmann

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Ernst Johannes Fritz Thälmann (* 16. April 1886 in Hamburg;[1] † 18. August 1944 im KZ Buchenwald) war ein deutscher Politiker in der Weimarer Republik. Er war von 1925 bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1933 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), die er von 1924 bis 1933 im Reichstag vertrat und für die er in den Reichspräsidentenwahlen von 1925 und 1932 kandidierte.[2] Thälmann führte von 1925 bis zum Verbot 1929 den Roten Frontkämpferbund (RFB) an, der als paramilitärische Schutz- und Wehrorganisation der KPD vor allem in Straßenkämpfen mit politischen Gegnern und der Polizei in Erscheinung trat. Er schloss die in den Statuten der Kommunistischen Internationalen vorgesehene Umstrukturierung der KPD als Partei neuen Typus ab. Aufbauend auf die sowjetische Sozialfaschismusthese bekämpfte die KPD, die sich unter seiner Führung zunehmend stalinisierte, die SPD als politischen Hauptfeind innerhalb der Weimarer Republik.
Seine Verhaftung erfolgte am 3. März 1933, zwei Tage vor der Reichstagswahl März 1933 und einige Tage nach dem Reichstagsbrand. Thälmann wurde im August 1944, nach über elf Jahren Einzelhaft, vermutlich auf direkten Befehl Adolf Hitlers, erschossen.   Mehr Info zu Ernst Thälmann, bitte Foto anklicken

Sophie Scholl

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Sophia Magdalena Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen die Diktatur des Nationalsozialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe Weiße Rose hingerichtet.

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Hans Scholl

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Hans Fritz Scholl (* 22. September 1918 in Ingersheim, heute Teil von Crailsheim; † 22. Februar 1943 in München) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er wurde wegen seines Engagements in der Weißen Rose hingerichtet

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Als "Weiße Rose"

benannte sich eine in ihrem Kern von Studenten geprägte Widerstandsgruppe

Als Weiße Rose benannte sich eine in ihrem Kern von Studenten dominierte, sich wesentlich auf christliche und humanistische Werte aus der Tradition der bündischen Jugend berufende deutsche Widerstandsgruppe gegen die Diktatur des Nationalsozialismus. Sie entstand in der Zeit des Zweiten Weltkriegs auf Initiative eines Freundeskreises um Hans Scholl und Alexander Schmorell ab Juni 1942 in München. Zwischen Ende Februar und April 1943 wurde sie mit der Enttarnung, Verhaftung und schließlich der Hinrichtung ihrer prägenden Mitglieder nach – heute als rechtswidrig geltenden – Todesurteilen des Volksgerichtshofes unter dem Vorsitz Roland Freislers zerschlagen.
Die Gruppe verfasste, druckte und verteilte auf verschiedenen klandestinen Verbreitungswegen zunächst in der Region München selbst, später über Kuriere auch in einigen anderen Städten des Deutschen Reiches – vor allem in Süddeutschland – insgesamt sechs Flugblätter in unterschiedlicher, tendenziell steigender Auflage, zuletzt bis zu 9000 Exemplare. In diesen Veröffentlichungen thematisierten sie Verbrechen des Regimes und riefen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf. In der Schlussphase ihres Bestehens versuchte die Weiße Rose über Falk Harnack ihre Kontakte zu weiteren Widerstandsgruppen bis in die Reichshauptstadt Berlin und zu systemoppositionellen Kreisen der Wehrmacht auszuweiten. Nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad bemalten ihre Mitglieder in nächtlichen Aktionen zusätzlich auch öffentliche Fassaden in München mit Parolen gegen Hitler und die NS-Herrschaft.
Bis in die Gegenwart gilt die Weiße Rose als bekanntestes und symbolgebendes Beispiel für den studentisch-bürgerlichen Widerstand gegen das NS-Regime innerhalb Deutschlands; in einem darüber hinausgehenden Sinn steht sie für moralische Lauterkeit, Mut und Opferbereitschaft im Einsatz für humanistisch-demokratische Ideale vor dem Hintergrund einer totalitären Diktatur.   Mehr Info: Klick auf Foto


 

Georg Elser

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Johann Georg Elser (* 4. Januar 1903 in Hermaringen, Württemberg; † 9. April 1945 im KZ Dachau, Bayern) war ein deutscher Kunstschreiner, der als Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus historische Bedeutung erlangte. Sein am 8. November 1939 bei einer Kundgebung im Münchner Bürgerbräukeller ausgeführtes Attentat auf Adolf Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungsspitze scheiterte

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Carl von Ossietzky

Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Carl von Ossietzky (* 3. Oktober 1889 in Hamburg; † 4. Mai 1938 in Berlin) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist.
Als Herausgeber der Zeitschrift Die Weltbühne wurde er im international aufsehenerregenden Weltbühne-Prozess 1931 wegen Spionage verurteilt, weil seine Zeitschrift auf die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht hatte. Ossietzky erhielt 1936 rückwirkend den Friedensnobelpreis für das Jahr 1935

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