Rechtsextremismus den Nährboden entziehen – Gemeinsam schaffen wir das!

17.03.2016

Am gestrigen Mittwochabend fand der vom Bündnis Fulda stellt sich quer e. V. initiierte Gedankenaustausch „Rechtspopulisten entgegentreten - Gemeinsam für ein weltoffenes Fulda“ zu den Ursachen und Auswirkungen der erschreckenden Wahlergebnisse statt. Zum Einstieg präsentierte ein Team von MBT Hessen e.V. (Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen e.V.) einen Überblick der im Landkreis Fulda vertretenen rechtsextremen Organisationen und eine Zusammenstellung der Thesen, auf der ihre Gesinnung aufbaut. Gegenübergestellt wurden hier die ‚traditionelle‘ extreme Rechte wie die NPD und die ‚modernisierte‘ Rechte wie die AfD.

 

In der Diskussion ging es primär darum, wie man Rechtsextremismus und Rassismus den Nährboden entziehen kann. Diese wird in Kürze fortgeführt um einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Einig ist man sich darin, dass die Arbeit gegen die menschen- und demokratiefeindlichen Tendenzen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die die demokratischen Kräfte nur gemeinsam schaffen können. Dieses „Wir“ soll sichtbar werden. Daher werden Vereine, Verbände, Parteien, Initiativen und andere Organisationen sowie auch Einzelpersonen gebeten, die folgende Resolution zu unterzeichnen:

 

 

Resolution
für ein friedliches und respektvolles Miteinander

 

Wir stehen für ein weltoffenes Fulda – für eine Stadt und einen Landkreis in der/dem das Zusammenleben von Wertschätzung füreinander geprägt ist. Wir - das sind vielfältige Initiativen, Vereine, Verbände, Parteien und andere Organisationen, aber auch unorganisierte Menschen, die die Verbundenheit mit unserer Region und die Liebe zu Menschen eint.

 

Basis für eine gerechte Gesellschaft, ein friedliches und respektvolles Miteinander ist, dass Menschen ungeachtet ihrer Kultur, Weltanschauung, Religion oder Herkunft, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe und davon, ob und wie sie beeinträchtigt sind, einen Platz in unserer Mitte finden.
 

Toleranz hat eine jahrzehntelange Tradition in unserer Heimat. Darauf aufbauend stehen wir gemeinsam für die demokratischen Werte unserer Gesellschaft, Vielfalt und Respekt. Wir werden nicht zulassen, dass Menschen aus unserer Gemeinschaft ausgegrenzt oder gar durch Gewalt, Beleidigung oder Diskriminierung verletzt werden.

 

Mittels dieser Resolution wollen wir noch mehr Menschen ermutigen, in ihrem Umfeld, also in ihrer Nachbarschaft, in Betrieben und Unternehmen, Kirchen und Schulen, in sportlichen, kulturellen und politischen Zusammenhängen, jedem menschenfeindlichen Reden und Handeln entschlossen entgegen zu treten, Zivilcourage zu zeigen, „Nein“ zu sagen.

Auch mit gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen wollen wir demokratiefeindliche Tendenzen, Hass und Gewalt abwehren und zeigen:
 

Fulda ist tolerant, bunt und weltoffen.

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