Wir sind Fulda #wirsindmehr

02.10.2018

Eine lange und intensive Planungsphase liegt hinter uns...

Ein wunderschönes und noch viel intensiveres Wochende liegt hinter uns...

 

Vielleicht sollten wir von Anfang an beginnen!

 

Teil 1 - Die Planung, der Rückschlag und der Neustart

 

Anfang Mai trafen sich AktivistInnen des Vereins mit einer gemeinsamen Idee. Wir möchten ein Rock gegen Rechts veranstalten. Die Veranstaltung "Ich bin Fulda - weltoffen, bunt und tolerant" hatte uns alle angefixt und nun wollten wir eine richtige, große Kundgebung mit professioneller Technik, namenhafter KünstlerInnen auf die Beine stellen.

Aufzeigen das in Fulda Vielfalt statt Einfalt herrscht,  Menschen aus unterschiedlichen Kulturen friedlich und respektvoll miteinander leben. Wollten der Welt zeigen, dass unsere schöne Barockstadt nicht die "Hochburg der AfD in Hessen" ist, sondern es egal ist wo du oder deine Vorfahren geboren wurden, welchen Gott du anbetest, wen du liebst oder was auch immer du für ein Model du für dein Leben verfolgst, zusammen sind WIR Fulda!

 

 

Wir begannen erste Pläne zu schmieden, sprachen erste lokale Künstler an, vertrauten Menschen von denen wir dachten, dass sie sich in der Musikszene auskennen würden und bekamen Zusagen und Versprechen.

Ende Juli lernten wir das Versprechen manchmal bedeutet, dass man sich ja mal versprechen kann. Wir standen vor dem Nichts. Der gesetzte Termin musste getauscht werden, die Location stand plötzlich auf wackeligen Beinen, der angebliche Kontakt zu den überregionalen und prominenten KünstlerInnen stellte sich als Lüge heraus, die versprochene Bühne und Security ebenso. Enttäuscht hakten wir unser Projekt ab und trugen es zu Grabe.

Dahin war der Traum vom Rock gegen Rechts....

 

Nur einer gab nicht auf und wurde durch den Rückschlag angestachelt. Unser Vorsitzender Andreas Goerke! Im Hintergrund werkelte er heimlich weiter an einem neuen Konzept, einem neuen Ort, einem neuen Termin und schrieb ganz frech einfach KünstlerInnen und Organisationen an. Es entstand ein Kontakt zu Laut gegen Nazis und wir wurden zum Konzert der Fantastischen Vier nach Kassel eingeladen, lernt die Jungs und Mädels hinter Laut gegen Nazis kennen und ungeahnte Möglichkeiten eröffneten sich.

 

Davon und den ersten Zusagen von Bands angestachelt nahmen wir wieder unsere Arbeit auf.
Der Termin und Anlass stand fest, als wir hörten, dass Beatrix von Storch nach Petersberg zu einer AfD Wahlkampfveranstaltung kommen würde. Trixie würde ihr eigenes Wort nicht verstehen sollen war unser erklärtes Ziel.

 

Andreas übernahm das Anfragen der KünstlerInnen und RednerInnen und bekam sehr schnell viele Zusagen. Der große Teil der angefragten Menschen wollte sich solidarisch mit uns zeigen und auf unserer Veranstaltung auftreten und sprechen.

Mit Andy Schnell fanden wir einen kompetenten Mitstreiter, der sich mit der Ton-, Licht- und Bühnentechnik auskannte. Plötzlich hatten wir eine Bühne, Technik, MusikerInnen und prominente RednerInnen sowohl aus der Region als auch aus ganz Deutschland.

 

Zeitgleich fing der stellvertretende Vorsitz Benjamin Heumüller an die ersten Entwürfe zu entwickeln für Social Media Posts, Plakate und Flyer.

Das Rock gegen Rechts nahm wieder Formen an und diesmal in einem rasanten Tempo.

 

Der 26.08. änderte alles! Wir sahen Hetzjagdten, Naziaufmärsche, eine Polizei die hilflos Rechtsextremen gegenüberstand, Hitlergrüße und der Schulterschluss der AfD mit der extremen Rechten. Als die #wirsindmehr-Bewegung entstand war uns klar, dass wir zu unserem Ansatz zurückkehren müssen, den wir Anfang Mai verfolgten.

Weg von der Gegendemo einer AfD-Veranstaltung hin zum Versuch aufzuzeigen für was unsere Stadt und ihre Gesellschaft steht.

Weg von "FCKAfD" hin zu "Wir sind Fulda".
Wir fassten den Plan diesmal uns nicht  alleine gegen die Rechten zu stellen, nein diesmal sollte ganz Fulda aufstehen gegen rechte Hetze, Diskriminierung und Hass.

Wir wollten ganz Fulda an unserer Seite stehen haben. #wirsindmehr

Organisationen, Parteien, Initativen und Vereine wurden von uns angesprochen und auch bei ihnen hatten die Geschehnisse in Chemnitz etwas verändert, auch sie wollten etwas gegen diesen Rechtsruck in unserem Land unternehmen und so wuchs unsere Gemeinschaft mit jedem Tag weiter.

 

Die Plakate, Flyer und Grafiken für die Social Posts erreichten den Druckstatus.

Auf ihnen riefen Fulda stellt sich quer e.V., IG Metal, DGB, Deutscher Evanglischer Kirchentag, SPD Fulda, Bündnis 90 Die Grünen Fulda, AWO, Kreuz, ver.di dpsg, KAB, KÖK Fulda, Die Linke Fulda, Welcome In, Jusos Fulda, Grüne Jugend Fulda, Jugendwerk der AWO, DGB Jugend, Aidshilfe Fulda, SPD Petersberg, Hessenist Geil, Aufstehen gegen Rassismus, GEW, VVN-BFA Fulda, Laut gegen Nazis, Keine AfD im Landtag, SPD Fulda Frauen, Ullich Steebe, Sv Aschenberg, YouRoPa, Miteinander-Füreinander, Die Partei Fulda, Kein Bock auf Nazis, Rec-Art, KüfA Fulda und Erwin gemeinsam auf.

 

Es wurde Zeit für die Anmeldung der Kundgebung. Nach dieser folgte ein äußerst faires Koordinationsgespräch mit der Gemeinde Petersberg und der Polizei.Ort, Termin, Auflagen und alles Nötige stand fest.

Nach der Pressekonferenz Anfang September begann der Feinschliff.

Wer machte alles einen Stand, welche Aktionen wollten wir zusammen im Vorfeld veranstalten?

Ort, Termin, Auflagen und alles Nötige stand fest.

Es wurde Zeit mit unserem Vorhaben an die Öffentlichkeit zu gehen. An der Eröffnung der Interkulturellen Woche begannen wir mit der Verteilung von Flyern und Plakaten überall in der Stadt. Unsere Mitmenschen waren begeistert von der Idee und es verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der gesamten Stadt, ansässige Medien berichteten über unser geplantes Event. Wir planten sogar einen Demozug vom Bahnhof Fulda nach Petersberg zum Probsteihaus. Die Jugend Fuldas sollte mit lauten Beats dort eintreffen.

 

Plötzlich der Schock! Die AfD verschob ihre Veranstaltung von Petersberg nach Neuhof aufgrund angeblicher vergessener Zahlungen der Kaution für das Probsteihauses.

Unser Orgateam traf sich zum Krisentreffen. Wohin sollte es nun gehen? Bleiben wir in Petersberg? Gehen wir auch nach Neuhof? Können wir die Veranstaltung überhaupt in Neuhof so veranstalten? Können alle mitaufrufenden Organisationen dort überhaupt hinfolgen?

Schnell wurde uns klar, dass wir zum einem logistisch als organisatorisch dieses Event nicht binnen von 12 Tagen in Neuhof hochziehen können. Wir wollten aber auch nicht halb Petersberg lahmlegen und dort Bushaltestellen abmontieren lassen, große Blumenkübel versetzen lassen und für unnötiges Chaos sorgen.

Wir setzten uns mit der Stadt Fulda in Verbindung und fragten an, ob unsere Veranstaltung auf dem Universitätsplatz möglich wäre und sie war es. Wir hatten alles auf dem Platz was wir brauchten, die Genehmigungen und Auflagen wurden erstellt und alles war in trockenen Tüchern.

Der 30.09. rückte näher und wir verteilten knapp 7000 Flyer für unseren Demozug und die Kundgebung....

 

To be Continued

 

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