Das Netzwerk der Identitären Bewegung

20.11.2018

Ihr Banner hing am Brandenburger Tor. Ihre Fahnen wehten bei Besetzungen und auf Messen. Ihr schwarz-gelbes Logo, der griechische Buchstabe Lambda, prangt auf Internetseiten. In den vergangenen Jahren hat sich die Indentitäre Bewegung (IB) fest in der politischen Landschaft verankert. Sie ist zwar nur eine Aktivistengruppe von etwa 500 Mitgliedern, doch ihnen gelingt es, Themen zu setzen und Debatten zu befeuern. Ihre rechtsextremen Inhalte verbinden sie geschickt mit einem popkulturellen Habitus. Ihre ideologischen Vorbilder aus der Konservativen Revolution
der 1920er Jahre werden modern präsentiert. Zentrales Thema: die Islamisierung des Abendlandes.
Die Initialzündung der Bewegung kam 2012 aus Frankreich, griff aber schnell auf Österreich und Deutschland über.
Die gesamte Neue Rechte begrüßte die intelligenten Jugendlichen, die mit Aktionsformen der 68er Bewegung auf sich aufmerksam machen. Inzwischen bestehen beste Beziehungen zur Alternative für Deutschland und ihrem Jugendverband.
Nach einer Lesung durch den Herausgeber möchten wir über die Verbreitung der Neuen Rechten und die von ihr ausgehenden Gefahren bei uns in Hessen sowie mögliche Gegenstrategien diskutieren.

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