,,Aktionswochen gegen Antisemitismus 2018“ in Fulda in Kooperation mit AK36

21.11.2018

 


„Im parlamentarischen Flügel der Volksgemeinschaft-

über den Antisemitismus der AfD in der Parteienlandschaft Deutschlands."

 

 

 

29.11.2018/ 18:00 Uhr Einlass/ 19:00 Uhr Beginn/
Hochschulzentrum Fulda-Transfer Heinrich-von-Bibra-Platz 1 b/

Referent: Tom Uhlig (Bildungsstätte Anne Frank)

 

Israelsolidarisch und als Verteidigerin jüdischen Lebens in Deutschland – so präsentiert sich die AfD gern offiziell. Am 7. Oktober 2018 gründete sich in Offenbach gar eine Vereinigung jüdischer AfD-Mitglieder unter dem Namen JAfD. Tatsächlich ist Antisemitismus aber grundlegender Bestandteil ihrer Ideologie. 

Tom Uhlig von der Bildungsstätte Anne Frank möchte in seinem Vortrag den strukturellen Antisemitismus der AfD herausarbeiten, welcher nicht nur durch AfD-Rechtsausläufer wie Martin Hohmann oder Björn Höcke offen zu Tage tritt.

 

 

„Martin Luther auf das Maul schauen-
Luthers Verhältnis zu den Juden“

 

04.12.2018/ 18:00 Uhr Einlass/ 19:00 Uhr Beginn/
Hochschulzentrum Fulda-Transfer Heinrich-von-Bibra-Platz 1 b/

Referent: Daniel Kulla (Freischaffender Journalist)

 

Wo stand Luther, als vor 500 Jahren in weiten Teilen Europas die Feudalordnung revolutionär erschüttert wurde? Wen feuerte er an, als fast im gesamten deutschsprachigen Raum ein „Bauernkrieg“ gegen Kaiser, Fürsten, Kirche und Fugger tobte? Hatte Luther nicht zunächst aber den einfachen Leuten den Haupttext ihrer ideologischen Beherrschung erstmals verständlich in die Hand gegeben? Wie kommt es, daß von den damaligen Geschehnissen vor allem Luthers Thesenanschlag zu Wittenberg im Gedächtnis blieb, von den damaligen Klassenspaltungen und erbitterten Kämpfen fast nur die Erinnerung an religiöse Schismen und ihre heutigen konfessionellen Entsprechungen?Der Autor, Musiker und ehemalige Theologiestudent Daniel Kulla möchte einen Überblick über die damalige Zeit und Luthers Position darin geben. Es wird um die Krise des Feudalismus gehen, um Luthers Rolle als Anstifter und dann Konterrevolutionär, um seine damit einhergehenden Feinderklärungen gegen Bauern, Juden, Türken und das Bier, um die Nachwirkung auf Fürstenherrschaft, Untertanen-Protestantismus und antisemitische Tradition, schließlich um die ständige Gefahr des Aufgreifens eines zurechtgemachten Luther durch nationalistische Bewegungen.

 

 

,,Iran, Israel, Deutschland“
Antisemitismus, Außenhandel und Atomprogramm


07.12.2018/ 18:00 Uhr Einlass/ 19:00 Uhr Beginn/
L14 Zwo Lindenstraße 2 Fulda/


Vortrag & Buchpräsentation mit Stephan Grigat

Der heutige Iran, Israel und Deutschland sind auf eine merkwürdige Weise miteinander verbunden. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus. Der Band erhebt Einspruch gegen die gängige Darstellung des iranischen Regimes und fragt nach den besonderen Beziehungen, die Deutschland als „Rechtsnachfolger des Dritten Reiches“ zur antisemitischen Diktatur im Iran einerseits und zum jüdischen Staat andererseits unterhält. Das Regime der Ajatollahs wird ebenso vor dem Hintergrund der Erfahrung des Nationalsozialismus analysiert wie die deutsche Iran-Politik und die israelischen Reaktionen auf das iranische Atomprogramm. In dem Vortrag wird zudem auf die aktuelle Situation nach der Aufkündigung des Atomabkommens durch die US-Administration eingegangen.


Stephan Grigat ist Permanent Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum der Uni Potsdam, Lehrbeauftragter an der Uni Wien, Research Fellow am Herzl Institute for the Study of Zionism and History der University of Haifa und Wissenschaftlicher Direktor von STOP THE BOMB in Österreich. Er ist Autor von „Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“ (Konkret 2014) und Herausgeber von „AfD & FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlchterbilder“ (Nomos 2017) sowie „Iran - Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm“ (Hentrich & Hentrich 2017).

 

 

 

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